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Richtige Ernährung für Verdauungssensible
Die schnell verschlungene Mahlzeit zwischendurch, Stress, Alkohol und Zigaretten - so sieht der Alltag vieler Menschen aus. Ob und wie lange jemand diese Lebensweise verträgt, zeigt sich als erstes am Magen. Krämpfe im Oberbauch, Völlegefühl und Übelkeit sind nur einige der Symptome, wenn der Magen aufmuckt. Kein Wunder, dass neben Stress, Hektik und Ärger vor allem die Ernährung eine entscheidende Rolle beim Reizmagen spielt. Fettreiche Mahlzeiten, belastete Lebensmittel, zu viel Alkohol, Lebensmittelallergien und Enzymmängel können Auslöser der unklaren Schmerzen im Bauchbereich sein. Verantwortlich für die Beschwerden könnte aber auch ein gestörter Säure-Basen-Haushalt sein.

Durch die vielen Stoffwechselvorgänge im Organismus entstehen pausenlos basische und saure Abfallprodukte. Zu viele Säuren belasten den Magen und können so zu den vielfältigen Beschwerden führen. Als besonders säurelockend gelten Kaffee, Karamell, Aroma- und Bitterstoffe, Fett, Eiweiß und vor allem Zucker. Andere Lebensmittel wie Buttermilch, Joghurt, saure Obstsorten und auch Wein sind sehr säurehaltig. Nicht sauer und somit zur Säureregulation geeignet sind native Pflanzenöle, fettarme Milch, Kräutertee, stilles Mineralwasser, nicht blähendes Gemüse, Kartoffeln, Reis und Nudeln. Eins steht natürlich fest: Niemand kann völlig auf saure Lebensmittel verzichten, etwa auf Obst oder Fisch.
Deshalb kommt es bei einer vernünftigen Ernährung auch auf das richtige Verhältnis an. Ideal ist eine Umstellung auf vorzugsweise säureregulierende Lebensmittel und die Einschränkung des Verzehrs von säurehaltigen oder säurelockenden Lebensmitteln. Da auch die Nerven eine wichtige Rolle beim Reizmagen spielen, sollte man sie ebenfalls füttern. Ja richtig gehört: Essen für starke Nerven.
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Als pure Nervennahrung gelten Getreide, Obst und Gemüse. Da stecken nicht nur wichtige B-Vitamine drin, sondern auch komplexe Kohlenhydrate, aus denen der Körper den Nerven-Treibstoff Glukose gewinnt. Ohne ständigen Nachschub an diesem Zuckerstoff läuft gar nichts. |
Sinkt der Blutzuckerspiegel zu stark ab, kann das Glückshormon Serotonin nicht mehr hergestellt werden. Was folgt ist das große Flattern und das kann schnell auf den Magen schlagen. Balsam für schwache Nerven ist auch Dinkel. Experten schwören auf das Power-Getreide, dass vor allem in Brot, Brötchen und bestimmten Nudelsorten vorkommt. Genauso wichtig wie die Ernährung ist aber auch das Trinken.
Denn ohne Flüssigkeit gelangen keine Botenstoffe ins Nervensystem. Zwei bis drei Liter am Tag sollten es schon sein. Bestes Anti-Stress-Getränk und Magengetränk ist stilles Mineralwasser. Statt zur Zigarette sollte man lieber zu Mandeln, Walnüssen oder Cashewkernen greifen, der Glimmstengel kann den Super-Gau für den Magen bedeuten. Auch Bananen sind hervorragend geeignet. In ihnen steckt viel Vitamin B6.
Deutsche Ernährungsforscher attestieren diesem Vitamin, dass es bei Nervosität und Unsicherheit hilft. Natürlich kommt es nicht nur darauf an, was man isst, sondern auch wie. Es ist wichtig, sich auf das Essen gedanklich vorzubereiten. Oft hilft es schon sich oder anderen einen guten Appetit zu wünschen. Bei kleineren Mahlzeiten kann es nicht passieren, dass sich der Magen überdehnt. Verzichten sollte man auf Kohl und alles was man nicht verträgt. Hier hilft oft nur das berühmte try and error - Prinzip. Das gilt auch für scharfe Gewürze. Vorsicht heißt es bei den immer beliebter werdenden Light-Produkten. Studien an der Universität Düsseldorf haben gezeigt, dass die in diesen Produkten enthaltenen natürlichen Zuckeraustauschstoffe (z.B. Sorbit, Xylit, Isomalt, Maltit und Fruktose) für unangenehme Blähungen verantwortlich sind. Grund: Sie können nur im begrenzten Maße aufgenommen werden. Künstliche Süßstoffe wie Accsulfam oder Saccharin hingegen verursachen keine Blähungen, so die Wissenschaftler. 
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