Der Frage, warum empfundener Stress sich auf der körperlichen Ebene bei vielen Menschen durch Magen-Darm-Probleme bemerkbar macht, sind Wissenschaftler aus Australien nachgegangen. Mittels einer Studie mit Studenten* machten sie folgende Entdeckung: Neben vielen anderen Auswirkungen beeinflusst Stress auch die Zusammensetzung der Darmflora.
Wenn es stressig wird, macht sich die gute Flora aus dem Staub
In der Prüfungswoche war der individuelle Stresspegel erwartungsgemäß erhöht, und die Magen-Darm-Beschwerden nahmen zu. In den Stuhlproben wurde eine deutliche Reduktion der für die Darmflora als günstig angesehenen Milchsäurebakterien nachgewiesen. Möglicherweise spielt hier das Stresshormon Kortisol eine Rolle, wobei nicht geklärt ist, auf welche Weise das Hormon Einfluss auf die Magen-Darm-Flora nimmt, u. a. wird eine Veränderung der Darmbeweglichkeit diskutiert.
Kalmus-Kombination statt Koffein
Auch die Ernährungsgewohnheiten müssen berücksichtigt werden: Je näher der Prüfungstermin rückte, umso seltener wurde pflanzliche Kost, dafür umso mehr Koffein konsumiert, was ebenfalls Auswirkungen auf Stress-Situationen haben kann.
Kalmus-Kombination als Studentenfutter
Das richtige und rechtzeitige Stressmanagement ist für die Verdauungsfunktion folglich von wesentlicher Bedeutung, und Vorbeugen ist besser als therapieren. Dabei sind bittere Pflanzenstoffe wie Kalmus ideale Begleiter, um die Verdauung wieder zu harmonisieren: Kalmus ist eine der ältesten Arzneipflanzen der Welt. Seine Inhaltstoffe (ätherische Öle, Saponine, Bitter- und Schleimstoffe) gelten als ausgezeichnete Mittel bei Verdauungsbeschwerden, insbesondere bei schmerzhaften Bauchkrämpfen. Sie regen den Appetit an, lindern Magenverstimmungen, helfen bei Völlegefühl und Blähungen. In Kombination mit Angelikawurzel, Enzianwurzel, Melisse und Wermutkraut (in Abdomilon N enthalten) werden nervöse Magen-Darm-Beschwerden sehr schnell gelindert. Dabei beginnt ihre Wirkung bereits im Mund, weil schon allein ihr Geschmack die Magensäfte aktiviert. Ebenso regulierend wirken Bitterstoffe auf den gereizten Darm. Dank dieses breiten Wirkungsspektrums sind Bitterstoffe ausgezeichnete Helfer bei der Linderung nervöser Magen-Darm-Beschwerden.
*Quelle: Knowles SR et al. Investigating the role of perceived stress
on bacterial flora activity and salivary cortisol secretion: A possible
mechanism underlying susceptibility to illness.
Biological Psychology 2008; 77: 132-137